ADEVA
Akademische
Druck- u. Verlagsanstalt
Graz/Austria

ÜBER ADEVA / VERLAGSCHRONOLOGIE


Die ersten 50 Jahre ADEVA - eine Erfolgsstory

1949
Gründung der Akademischen Druck- u. Verlagsanstalt durch Dr. Paul Struzl; -Herausgabe des -ersten Werks: "Geschriebenes Wort, Schriftportraits österreichischer Dichter der -Gegenwart" mit originalgetreuer Wiedergabe von -Autographen von Felix Braun, Paula Grogger, Paul Anton Keller, Max Mell, Franz Nabl und Karl Heinrich Waggerl; erstmals Anwendung des damals noch gering geschätzten Offsetverfahrens. In den folgenden -Jahren Reprints der wichtigsten im Krieg zerstörten grundlegenden wissenschaftlichen Reihenwerke, die es den Bibliotheken in den schwierigen Jahren nach dem Krieg ermöglichten, ihre Bibliotheken wieder aufzubauen.

1950
Verleger Dr. Struzl überreicht Papst Pius XII. feierlich die ersten Werke der ADEVA.

1953
die erste Faksimile-Ausgabe ist fertiggestellt: die Vorauer Kaiserchronik.

1954
erste Reprints u. a. der fünfbändigen Ausgabe Du Cange, Glossarium Mediae et Infimae Latinitatis.

1959
Beginn des Nachdrucks der größten österreichischen Musikalia-Reihe "Denkmäler der Tonkunst in Österreich". Ebenso Beginn der Herausgabe des Gesamtwerks von J.J. Fux, dessen Leistungen bis heute nicht komplett überschaubar sind.

1960
Gründung der Reihe "Codices Selecti" mit dem Sacramentarium Leonia-num, einer Sammlung der ältesten bekannten Gebete der Kirche.

1960
Beginn des ersten Nachdrucks des größten vollständigen deutschen Universallexikons von -Johann Heinrich Zedler mit 68 Bänden.

1961
die lange Tradition der Faksimilierung mittelamerikanischer Handschriften wird mit der Edition der Codices Becker I/II begonnen.

1962
in einer Privataudienz überreicht Verleger Dr. Struzl Papst Johannes XXIII. alle 59 Bände des -Reprints von Mansi, "Sacrorum Conciliorum nova et amplissima Collectio".

1963
insgesamt 9.064 Seiten umfaßt der Nachdruck der Gesamtausgabe der Werke Othmar Spanns, der in diesem Jahr beginnt.

1964
Der Nachdruck der Gesamtausgabe der Werke Martin Luthers beginnt.

1965
bislang größtes jemals realisiertes verlegerisches Projekt mit der Faksimilie-rung des Wiener Dioskurides (Band XII, 1970 abgeschlossen).

1966
Die erfolgreiche Reihe "Denkmäler der Tonkunst in Österreich" wird mit Neuerscheinungen weitergeführt; bis 1999 erscheinen insgesamt 151 Bände.

1968
die erste perfekte Faksimile-Ausgabe eines Gent-Brügger Stundenbuches, dem Stundenbuch der Maria von Burgund (Band XIV), wird vorgestellt.

1968
Beginn der Herausgabe wissenschaftlicher Neuerscheinungen und Grundlagenwerke, etwa kunsthistorische und ethnologische Ausgaben.

1969
Queen Elisabeth II. von England wird anläßlich ihres Staatsbesuchs in Österreich ein -Exemplar der Faksimile-Ausgabe des Stundenbuchs der Maria von Burgund überreicht.

1969
Papst Paul VI. verleiht Verleger Dr. Paul Struzl den Silvesterorden. 1969 Faksimilierung des ältesten Jagdbuches der Kunstgeschichte, des Falkenbuchs Kaiser Friedrichs II. (De Arte venandi cum avibus, Band XVI).

1969 Beginn des ersten Reprints der größten jemals in Europa geschaffenen Enzy-klopädie von J. S. Ersch und J. G. Gruber aus dem 19. Jahrhundert, die trotz ihrer 168 Bände nur bis zum Buchstaben P reicht.

1969
Beginn der Reihe Jazzforschung; bis 1999 erscheinen 30 Bände.

1973
die Wiener Bible Moralisée-Handschrift, die schönste aller existierenden Handschriften dieser Gattung, wird faksimiliert (Band XL).

1974
erstmals wird eine jüdische Buchrolle faksimiliert - die Exultet-Rolle (Band XLVII).

1974
das Drogo-Sakramentar (Band XLIX) ist die erste einer ganzen Reihe von faksimilierten Handschriften aus der karolingischen Hofschule Kaiser Karls des Großen.

1976
das goldene Jagdbuch des Gaston Phébus aus der Bibliothèque nationale in Paris wird faksimiliert (Band LIII). Der berühmte Codex Borgia (Band LVIII) aus der Biblioteca Apostolica Vati-cana, die schönste erhaltene Bilderhandschrift Mittelamerikas, wird der Öffentlichkeit als Faksimile-Ausgabe präsentiert; erst die Faksimilierung dieser mesoamerikanischen Handschriften hat die Entzifferung der Schrift überhaupt möglich gemacht. Ebenfalls in diesem Jahr wird die Faksimilierung des Tuti-Nama, einer faszinierenden Handschrift aus der Mogulschule Indiens, beendet.

1977
Erstmals wird eine Faksimile-Ausgabe limitiert: die berühmte Goldene Bulle, die Prachthand-schrift des Reichsgrundgesetzes Karls IV., wird in einer limitierten Auflage von nur 500 Exemplaren herausgegeben; sie ist nach kurzer Zeit restlos vergriffen.

1978
das Faksimile der weltweit bisher ältesten Handschrift, die je faksimiliert wurde, des Papyrus Ani, ein ägyptisches Totenbuch aus dem 13. Jhdt. v. Chr., erscheint (Band LXII).

1979
der deutsche Bundespräsident Dr. Walter Scheel besucht anläßlich seines mehrtägigen Staats-besuchs in Österreich auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin in Begleitung des österreichischen Bundespräsidenten Kirchschläger die Akademische Druck- u. Verlags-anstalt in Graz.

1979
das weithin unbekannte, erst einige Jahre zuvor aufgetauchte Rothschild-Gebetbuch (Band LXVII), eines der schönsten Beispiele flämischer Buchmalerei, wird herausgegeben.

1979
das erste Faksimile einer Musikhandschrift wird in einer limitierten Auflage ediert: das Konzert für Violine und Orchester in D-Dur, op. 61

1981
das bis heute weltweit größte Faksimileprojekt, die Wiedergabe der weltberühmten Wenzelsbibel, hat mit der Herausgabe des ersten Bandes begonnen. Das Projekt dauert bis zur Fertigstellung insgesamt 20 Jahre (Band LXX). An den Glanz am Hofe Harun al-Rashids erinnert die -Faksimile-Ausgabe des prachtvollen -Korans des Ibn al-Bawwab, dessen Faksimile-Ausgabe in diesem Jahr präsentiert wird.

1982
mit dem Utrecht-Psalter wird das erste illuminierte Psalterium der Kunstgeschichte faksimiliert; diese Handschrift ist auch eine der ersten in Grisailletechnik ausgeführten Handschriften (entstanden um 830; Band LXXV).

1983
wohl eine der schönsten Handschriften, die je als Buchrolle ausgeführt wurden, ist die Josua-rolle, entstanden in Byzanz im 10. Jahrhundert (Band LXXVII); ihre Faksimilierung begeistert die Fachwelt.

1985
mit Faksimile-Ausgaben zweier sensationellen Handschriften beweist die ADEVA wieder ihre Weltgeltung: der Ingeborg-Psalter, geschaffen um 1200 für die Gemahlin des französischen -Königs, ist das goldene Prunkstück des Musée Condé in Chantilly (Band LXXX); wohl eine der faszinierendsten Handschriften überhaupt ist der Codex Purpureus Rossanensis (Band LXXXI), dessen durchgehende Silberschrift auf purpurfarbenem Pergament für die Experten der ADEVA eine neue schwierige Herausforderung bedeutete, die wie schon gewohnt, meisterhaft gelöst werden konnte.

1987
Für besondere Verdienste verleiht die steirische Landesregierung der Akademischen Druck- u. Verlagsanstalt die Auszeichnung, das steirische Landeswappen führen zu dürfen.

1987
mit den "Blättern aus Privatbesitz" von Alfred Kubin wird die Reihe "Faksimiles der -Moderne" begonnen; weitere Kassetten mit faksimilierten Blättern von Paul Klee, Gustav Klimt und Oskar Kokoschka folgen.

1987
als eine der nur sieben heute noch existierenden Handschriften auf schwarzem Pergament wird das Tanzbüchlein der Margarethe von Österreich (Band LXXXVII) faksimiliert; es begeistert durch reiche Gold- und Silberauflagen.

1989
der Beginn der Faksimilierung einer der schönsten deutschen Volkshandschriften beginnt: die in vier Bänden herausgegebene Vorauer Volksbibel (Band XC)gibt unverfälscht die Volkskunst des 15. Jahrhunderts wieder.

1990
eine der berühmtesten Handschriften des 13. Jahrhunderts, das Goslarer Evan-geliar (Band XCII), wird als Faksimile-Ausgabe herausgegeben.

1990
Das Requiem (KV 626) von Wolfgang Amadeus Mozart erscheint als Faksimile-Ausgabe.

1991
die Faksimile-Ausgabe des Kostümbuchs des Lambert de Vos, das ein Bild des Osmani-schen Hofes zur Zeit seiner höchsten Blüte präsentiert, begeistert Wissenschaftler und Sammler.

1992
Verleger Dr. Michael Struzl überreicht dem Präsidenten des Staates Israel, Chaim Herzog feierlich die Faksimile-Ausgaben aller von der ADEVA faksimilierten jüdischen Handschriften.

1993
eines der schönsten Beispiele der Reichenauer Schule ist das Goldene Buch von Pfäfers (Band XCIV), deren Faksimile-Ausgabe in diesem Jahr erscheint. Im selben Jahr gibt die ADEVA auch eine der faszinierendsten Handschriften des 16. Jahrhunderts heraus: das ganz in Grisaille-technik ausgeführte Jüngere Stundenbauch Kaiser Karls V. (Band XCVI), in dessen Reich die Sonne nie unterging. Auch der meistgelesene Roman des 16. Jahrhunderts, der Rosenroman (Band XCVII), geschaffen für den französischen König Franz I., wird als originalgetreue Faksi-mile-Ausgabe herausgegeben. Die allegorische Geschichte um Liebe und Begehren fasziniert auch den modernen Leser. Als erster westlicher Verlag überhaupt ediert die ADEVA ein Faksi-mile einer Handschrift aus der Russischen Nationalbibliothek in St. Petersburg - es handelt sich um den Portolan-Atlas des Battista Agnese aus dem 16. Jahrhundert.

1994
eine der schönstenHandschriften der östlichen Christenheit, das geheimnisvolle Lektio-nar von St. Petersburg, zeigt die künstlerische Perfektion unbekannter byzantinischer Künstler(Band XCVII).

1995
Die Akademische Druck- u. Verlagsanstalt erhält den Maecenas-Kunstpreis.

1995
als 100. Band der Reihe Codices Selecti wird die originalgetreue Faksimile-Ausgabe des prachtvollsten Codex der Romanik herausgebracht: des Berthold-Sakramentars aus der Abtei Weingarten, heute eines der wichtigsten Handschriften der New Yorker Pierpont Morgan Library.

1996
erstmals durch die Faksimile-Ausgabe wieder vereint wird eine der expressivsten und originellsten Handschriften der frühen Gotik - der Ramsey-Psalter (Band CIII).

1996
als 25. Faksimile-Ausgabe aus den Werkstätten der ADEVA ist die gesamte Auflage des -Olden- burger Sachsenspiegels vergriffen.

1998
die Faksimile-Ausgabe des Turnierbuchs für René d´Anjou wird der Öffentlichkeit als perfektes Faksimile präsentiert. Gleichzeitig wird die Faksimilierung der Wenzelsbibel mit dem Erscheinen des zweiten Kommentarbandes nach fast 20 Jahren Arbeit abgeschlossen.

1999
Die Akademische Druck- u. Verlagsanstalt erhält den Goethe-Verlagspreis.

1999
rechtzeitig zum 50jährigen Jubiläum der ADEVA wird eine der wohl wichtigsten und faszinierendsten Handschriften der Kunstgeschichte überhaupt, der Codex Etschmiadzin (Band CV), mit seinem prachtvollen Elfenbeineinband aus dem 6. Jahrhundert, als originalgetreue Faksimile-Ausgabe vorgestellt. Insgesamt ist der Codex Etschmiadzin die 120. Faksimile-Ausgabe aus den Meisterwerkstätten der Akademischen Druck- u. Ver-lagsanstalt Graz, die als unbestritten größter FaksimileVerleger weltweit führend in der Herstellung perfekter originalgetreuer Faksimile-Ausgaben ist.

2000
Die Faksimilierung des Farnese-Stundenbuchs, eine der schönsten Prachthandschriften der Renaissance, wird begonnen -

2001
und erscheint im Jahr 2001.

2002
Das Liber Precum ist ein wahres Meisterwerk der spätmittelalterlichen Buchmalerei.
Es enthält den vollständigsten und ikonographisch reichsten Bilderzyklus zum Leben und Leiden Jesu mit insgesamt 41 ganzseitige Miniaturen. Die ADEVA beginnt im Jahr 2002 mit der Faksimilierung.

2003
Im Jahr der Bibel erscheint u. a. die Vorauer Volksbibel in der Vorzugsausgabe.

2004
2004 faksimiliert dei ADEVA einen Codex, der nicht nur prächtig ausgestattet, sondern zusätzlich noch mit einem berühmten Namen verbunden ist, mit Maximilian I. Das Lehrbuch für Kaiser Maximilian I. ist das älteste Exemplar einer Gruppe von drei bekannten Lehrbüchern, die eigens für Maximilian angefertigt und alle von ein und demselben Meister illuminiert wurden.

2005
Der Wunsch des Menschen, durch besondere Kunstwerke kommenden Generationen in Erinnerung zu bleiben, ist einer der ältesten. Aber nur wenigen gelingt es, Dinge zu schaffen, die durch Jahrhunderte erhalten bleiben und ihrer Besonderheiten wegen dauernde Bewunderung erfahren. Die ADEVA stellt 2005 die Faksimile-Ausgabe eines derartigen Kunstwerkes vor: Das Hainricus-Sakramentar.


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