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Liber Aureus als Band 17 der Reihe Glanzlichter erschienen |
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Mit dem »Goldenen Buch« der rätischen Benediktinerabtei Pfäfers verwahrt das Stiftsarchiv St. Gallen ein in mehrfacher Hinsicht äußerst bemerkenswertes Dokument der mittelalterlichen Kunst- und Kulturgeschichte. In seiner vorliegenden Form verbindet der Codex drei unterschiedliche Teile:
Teil 1 enthält ein Evangelistar, dessen aufwendiger Buchschmuck formal und stilistisch ganz in der Tradition der berühmten Schule des Reichenauer Klosters steht. Vier ganzseitige, wie Tafelbilder gerahmte, mit kostbarem marmoriertem Purpurgrund hinterlegte Darstellungen der Evangelisten markieren den Beginn der einzelnen Evangelien. Die insgesamt 31 ausgewählten Lesungen aus diesen Evangelientexten werden von sorgfältig ausgeführten, von vegetabilen Ranken überwucherten, goldenen Initialen eingeleitet.
Teil 2 birgt eine Liste der Äbte von Pfäfers, Besitzaufzeichnungen und Rechtstexte. Die durchgehend kolorierten Federzeichnungen lassen deutliche Merkmale des Internationalen Weichen Stils erkennen und datieren diesen Abschnitt in die Zeit um 1400. Der um 1450 verfasste 3. Teil schließlich bringt die deutsche Übersetzung der im Evangelistarteil nachgetragenen lateinischen Offnungen und Rechtstexte.
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