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Glanzlichter der Buchkunst 18/1: Das Antiphonar von St. Peter, Teil 1
Einzelpreis: € 98,00   Reihenpreis: € 85,00
Erscheinungstermin: 2009     ISBN: 978-3-201-01912-5

(Glanzlichter der Buchkunst, Band 18/1)

 

Bd. 18/1: Bildteil: 440 Seiten
Kommentar: F. Unterkircher/O. Demus,ca. 120 Seiten
14,5 x 19,5 cm
ISBN 978-3-201-01912-5

Das Antiphonar von St. Peter in Salzburg, um 1160 unter Abt Heinrich I. im Skriptorium des Klosters entstanden, ist in mehrfacher Hinsicht eine Handschrift der Superlative. Zu seiner imposanten Größe (43,3 x 31 cm) und seinem gewaltigen Umfang (846 Seiten) gesellt sich eine Qualität der künstlerischen Ausstattung, die diesen Codex zu den großartigsten Werken der liturgischen Schreib- und Miniaturkunst des Mittelalters zählen lässt.

Ganzseitige und halbseitige, in Deckfarbenmalerei auf goldenem Grund ausgeführte Miniaturen, Zierseiten mit seitenfüllenden, aus Gold- und Silberranken geformten Prunkinitialen auf Purpurgrund, ein prächtiges Kalendarium, großformatige Federzeichnungen und mehr als 400 Zierinitialen strukturieren die Texte der Handschrift. Dabei handelt es sich um die gleich bleibenden und auch die wechselnden Texte, die durch das Kirchenjahr hindurch bei der Messfeier gesungen werden, um die Sequenzen (Lieder zu bestimmten kirchlichen Hochfesten) und schließlich die Gesangstexte zum feierlichen Chorgebet.

Über dem Großteil dieser Texte stehen Neumen. Bei dieser Notenschrift des frühen Mittelalters werden das Auf und Ab der melodischen Linien und die intendierte Interpretation durch graphische Zeichen festgelegt. Die Auswahl der Texte, die in Minuskel, Unziale und Kapitalis äußerst sorgfältig ausgeführte Schrift und die Neumen des St. Galler Typus machen das Antiphonar von St. Peter zu einer reichen Fundgrube für die liturgiewissenschaftliche, paläographische und musikwissenschaftliche Forschung.

Seine überragende Bedeutung erhält der Codex aber durch seinen Buchschmuck, in dem Anregungen aus dem gesamten christlichen Kulturbereich – aus dem Westen wie dem Osten (Byzanz) – aufgegriffen und in eigenständiger Weise zu einem eigenen Stil weiterentwickelt wurden. In kongenialer Zusammenarbeit zwischen versierten Schreibern und hochbegabten Illuminatoren entstand im Salzburger Skriptorium dieses Hauptwerk der europäischen Buchmalerei des Hochmittelalters und damit der Buchmalerei überhaupt.

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