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Das Echternacher Sakramentar und Antiphonar

Echternach, um 1030
Bibliografische Angaben
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Das Echternacher Sakramentar, das aufgrund seiner zahlreichen Miniaturen und seiner prachtvollen Initialen zu den Meisterleistungen frühmittelalterlicher Buchmalerei in Deutschland gehört, ist in besonderem Maße auch für den Musikwissenschaftler von Interesse, finden wir hier doch einen ersten Höhepunkt früher Notenschrift in Form von Neumen, die uns Rhythmik und Melodik der mittelalterlichen Gregorianik in einmaliger Weise überliefern.

Die Handschrift wurde um 1030 für Echternach geschrieben und illuminiert. Einige stilistische Merkmale weisen darauf hin, dass sie in Echternach selbst entstand.

Dieser Codex gehört zu den Neumenhandschriften, wie man sie gegen Ende des 10. bis Anfang des 11. Jahrhunderts häufig vorfindet. Den verwendeten deutschen Neumen hat man Ähnlichkeit mit der St. Gallener Neumenschrift nachgesagt. Nicht ganz zu Unrecht, nur soll ihre Eigenständigkeit darob nicht übergangen werden. Sie darf keineswegs als ein Abklatsch, eine dekadente Form der raffinierten, nuancenreichen St. Gallener Schrift angesehen werden. Sie ist eben einfacher, urwüchsiger, bodenständiger und spiegelt auch eine Gesangart wider, die weit entfernt von der St. Gallener ist.