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Der Codex Borgia

vorkolumbisch
Bibliografische Angaben
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Der Codex Borgia ist wohl die schönste der erhalten gebliebenen altamerikanischen Bilderhandschriften. Der überwiegende Teil der Handschrift bezieht sich auf die Kalendermantik, also auf die Beherrschung der Zeitabläufe und Jahreszeiten durch die Tempelgelehrten. Phantastische Figurengruppen und geheimnisvolle Götter beleben die 78 Bildseiten der Handschrift. Außerdem findet man darin die erstaunlichsten Rituale des großen Aztekenreiches – besonders faszinierend, da es sich um Rituale handelt, die vornehmlich privaten, persönlichen Charakter hatten.

Völlig einzigartig innerhalb der Gruppe der erhaltenen altmexikanischen Handschriften ist jedoch die Schilderung der großen, „staatlichen“ Tempelrituale im Codex Borgia. Die geistlichen Handlungen zeugen von der fremdartig erscheinenden Welt Alt-Mexikos vor der Zerstörung durch die spanischen Konquistadoren.
Die Fülle des Stoffes, die uns auf den Seiten dieser prachtvollen Handschrift entgegentritt, ist unerschöpflich. Sie zeigt die Weisheit der alten Priestergelehrten in ihrer höchsten Vollendung und beweist die tiefsinnige Konzeption und die künstlerische Vollendung der Maler, die die altmexikanischen Bilderhandschriften schufen und uns so an ihrer großen versunkenen Kultur teilhaben lassen.