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Der Ramsey-Psalter

Abtei von Ramsey (Ostengland), letztes Viertel des 13. Jh.
Bibliografische Angaben
Auf Anfrage

Erhältlich als Band 12 der Reihe Glanzlichter der Buchkunst

Die Benediktinerabtei Ramsey, im Jahr 969 von Ailwyn gegründet, war Jahrhunderte hindurch eines der bedeutendsten geistigen Zentren im angelsächsischen Raum. Hier entstand im ausgehenden 13.Jh. ein für den Eigengebrauch im Kloster bestimmter, prächtig ausgestatteter Codex, der unter dem Namen Ramsey-Psalter bekannt ist.
Im Lauf seiner bewegten Geschichte erlitt der Ramsey-Psalter das Schicksal vieler mittelalterlicher Handschriften: Fünf Folios, fast der gesamte, den Psalmen vorgeheftete Bilderzyklus, wurden aus dem Buchblock herausgetrennt und gelangten schließlich in die Pierpont Morgan Library nach New York. Der Hauptteil verblieb in der Bibliothek des Benediktinerstiftes St. Paul im Lavanttal (Kärnten).

 

 

Buchschmuck in höchster Vollendung

12 figürlichen Prachtinitialen, in die einzelne Szenen perfekt eingebaut sind; stilisiertflorale Randillustrationen, in denen sich allerlei Lebewesen tummeln; unzählige, überwiegend von Grotesken "bewohnte" Zeilenfüllungen; all dies zeugt von einer nahezu unerschöpflichen Gestaltungskraft des leider unbekannt gebliebenen Buchmalers. Von besonderer Bedeutung ist jedoch der den Psalmen vorangestellte Bilderzyklus. Auf 12 Miniaturseiten entfaltet sich in insgesamt 40 Szenen ein Bilderbogen aus dem Alten und Neuen Testament.
Künstlerisch sind diese Miniaturen wie übrigens der gesamte Bildschmuck des Ramsey-Psalters  von einer ganz außerordentlichen Qualität. Die schwungvolle Bewegtheit der Figuren, die Expressivität ihrer Gestik und Mimik und die starke Interaktion der einzelnen Akteure verleihen dem szenischen Geschehen eine Lebendigkeit, für die sich kaum Vergleichbares benennen lässt.

 

 

 

 

Eine goldene Handschrift

Hinzu kommt die mit der überreichen Verwendung von Gold ungewöhnlich prächtige Ausgestaltung: Die mit Blattgold belegten, häufig durch lineare Ziselierungen und Streumuster zusätzlich belebten Goldgründe bleiben nicht  wie in anderen Handschriften auf die Miniaturen beschränkt, sondern finden sich auch in den Initialen, in der Randdekoration und selbst in den kürzesten Zeilenfüllungen.
Mit dieser exquisiten Ausstattung gehört der Ramsey-Psalter zum Schönsten, was uns von der gotischen Buchmalerei erhalten geblieben ist.

 

 

 

Die Faksimile-Ausgabe

Alle 346 Seiten der Handschrift im Format von 26,5 x 17 cm werden mit dem sensationellen Buchschmuck originalgetreu wiedergegeben. Der Einband besteht aus echtem Leder mit Blindprägung. Die Faksimile-Ausgabe ist auf 280 Exemplare limitiert. Der Kommentarband erläutert ausführlich alle Aspekte der Handschrift.