Geschichte der Buchkultur 6: Renaissance


Autor: Alfred Noe (Hg.)
ISBN: 978-3-201-01885-2
Erscheinungstermin: 2007
Reihenpreis: € 65,00

€ 75,00

Lieferbar
636 Seiten mit 40 Farbtafeln und 109 SW-Abbildungen
15 x 23,6 cm, Leinen/Schutzumschlag

Humanismus und Buchdruck – diese zwei Schlüsselbegriffe prägen die Kultur der Renaissance. Unter welchen sozialgeschichtlichen Voraussetzungen und auf welche Weise Bücher in diesem Zeitalter reproduziert, ausgeschmückt, verkauft, gelesen und in Bibliotheken aufbewahrt werden, wird im vorliegenden Band ausführlich dargestellt. All die genannten Tätigkeiten, deren besondere Ausprägungen das Buch in der Renaissance mitbestimmen, unterliegen in den skizzierten 150 Jahren (vom beginnenden 15. Jh bis zur Mitte des 16. Jh.s) entscheidenden Umbrüchen, in welchen zum einen jene Entwicklungen, die sich im späten Mittelalter anbahnen, nun endlich umgesetzt werden, zum anderen Teil aber auch neue soziale und technische Faktoren zum Tragen kommen, welche die ursprüngliche Dynamik wesentlich beschleunigen: Die Autoren identifizieren sich – wie auch die bildenden Künstler – in individuellerer Weise mit ihrem Schaffen und drücken das häufig durch die Beigabe eines Porträts aus; die Texte werden in völlig neuen Mengen vervielfältigt; ihre Ausschmückung unterliegt ganz anderen technischen Voraussetzungen als jenen der mittelalterlichen Buchkunst; auf Grund der steigenden Stückzahlen müssen Vertriebssysteme aufgebaut
werden; die durch die humanistische Bildungsbewegung herangezogenen Leserschichten lesen nicht nur mehr, sondern besitzen auch immer mehr Bücher, welche sie immer häufiger in ihren privaten Büchersammlungen aufbewahren. Die vielfältigen Aspekte fügen sich in diesem Band zu einem faszinierenden Gesamtbild der Kultur jener Epoche, in der in allen Bereichen der Schritt aus dem Mittelalter heraus in die Neuzeit vollzogen wurde.